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Dorfstrasse 8

erbaut 1874

Das Hauptgebäude hat die Form eines Biedermeierstockes, wie wir ihn in Langnau oft finden. Allerdings wirkt die Südfassade mit den grossen Fenstern fast wie eine Veranda, die besonders viel Südlicht ins Haus holt. Das Gebäude sah bis etwa 1920 ganz anders aus, es handelte sich ursprünglich um ein Satteldachhaus mit Laubsägeverzierungen. Mit dem Umbau wurde ein eleganteres Äusseres geschaffen, das mit den Säulen und der Loggia auf der Strassenseite Elemente einer Renaissance-Villa übernimmt. In diese Stilepoche würde auch die mit Kassetten verzierte Dachuntersicht passen, wie auch der wunderbare Park mit Springbrunnen, der allerdings von aussen nicht wirklich einsehbar ist. Eine Dachlukarne auf der Nordseite lässt vermuten, dass hier Waren oder Brennholz per Seilzug in den Estrich gehievt wurden.
In alten Dokumenten liest man vom «unteren Kramladen», der an dieser Stelle gestanden haben soll. Auf einem Plan von 1729 steht allerdings an dieser Stelle noch kein Haus. Die sogenannte Mühlematte umfasste die rechte Dorfstrassenseite und die heutige Bahnhofstrasse und wurde erst im 19. Jahrhundert überbaut.

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