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Strübinhaus

erbaut 1768/1905

Hier handelt es sich wiederum um ein Krämerhaus, in dessen massivem Sockelgeschoss wohl schon immer Gewerbe beheimatet war. Das Haus ist in einem ländlichen Barockstil erbaut, dessen harmonische Proportionen sich erst auf den zweiten Blick erschliessen. Besonders hübsch ist die flache Ründi, die in einen Aufwärtsschwung übergeht, so dass fast der Eindruck entsteht, dass Dach habe kleine Flügel. Die beiden Oeuil-de-boeuf-Fensterchen unter dem Rundbogen verstärken den spielerischen Eindruck. Die Büge und Konsolen haben eine Karnieskontur, also eine wellenartige Schauseite. Auf der Rückseite des Hauses wurde etwa 140 Jahre später ein neues Gebäude angesetzt. Diese Art von Häusern trifft man in Langnau verschiedentlich, sowohl im Dorfkern wie auch in den Wohnquartieren, z.B. an der Alleestrasse oder Oberfeldstrasse. Es handelt sich um ein sogenanntes «Baumeisterhaus». Ohne hervorstechende Stilmerkmale wurden solche Gebäude nach traditioneller Zimmermanns-Bauweise errichtet und waren mehr oder weniger durch Klassizismus, Historismus und manchmal auch Jugendstil beeinflusst. Hier ist besonders der Verkaufsladen bemerkenswert; Türe und Schaufenster sind wohl im Original erhalten, wie auch das metallene Balkongeländer darüber. Hier befand sich das Farbengeschäft Strübin; der Farbengeruch ist verschwunden, aber bunt ist es im Laden auch heute noch.

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