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Schlossstrasse 1 + 3

Berger-Villen

erbaut 1872/1880

Im letzten Viertel des 19. Jahrhunderts wurde die «Schlossmatte» überbaut. Hier errichteten sich Fabrikanten und Händler ihre Villen. In den ersten beiden war die Weinhandlung Berger – ursprünglich von zwei Brüdern gegründet – angesiedelt. Die alte Schlossscheune war Teil der Weinhandlung, in den Häusern befanden sich Büros und Wohnungen.
Beide Häuser haben einen quaderförmigen Grundriss mit einem betonten Mittelrisalit und wirken wie eine Renaissancevilla in Italien. Dazu passen die südländisch geprägten Malereien unter dem Dach mit einem Traubenmotiv als Symbol für die Weinhandlung.
Die Nr. 1 hat als Besonderheit einen turmförmigen Anbau, der allerdings einen Schritt weiter zurück in die Baugeschichte weist: die gekuppelten Fenster, die Betonung der Gebäudeecken und das spitze Dach mit Erkern sind Bauteile der Neugotik. Treppen- und Laubengeländer sind aus filigranem Gusseisen geformt, genau wie bei der Nr. 3. Der Zwilling zum benachbarten Gebäude ist in Form und Ausbau fast identisch, aber in schlichterer Ausführung ohne Turm und Malereien.
In den 1980er Jahren sollten die Villen Nr. 1 und 3 abgerissen werden. Heute steht ein Einkaufszentrum hinter den Häusern, die ursprünglichen parkähnlichen Gärten sind verschwunden, aber die Häuser sind erhalten und restauriert.

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